Jetzt aber! Wir müssen zugeben es ist manchmal mühsam die Fotos rauszusuchen, hochzuladen und einen Text zu verfassen. Die Tage verfliegen nur so, man erlebt so viel, kann sich nach wenigen Tagen nur noch mit großer Mühe an Kleinigkeiten erinnern. Manchmal fühlen wir uns wie ein Trichter der lebt, in den Alles hinein geschüttet wird und der dann fast platzt vor Erlebnissen. Das soll nicht heißen wir haben es schwer ;-O ! Aber, um den Kreis zu schließen, wie schreibt man Erlebnisse, die zahlreich sind und Minuten dauern um sie einzeln zu erzählen, in wenigen Sätzen auf? AUßerdem, und das gehört zu den Fotos, ist das Internet oft soooooooooooooooooooooooooooooooooo langsam, dass es einem manchmal den letzten verbleibenden Nerv raubt und man für einen Fotoblock um die 3h zum hochladen braucht.
Gut jetzt geht es wirklich los. Also unsere letzten Wochen waren genauso vollgestopft, wie ich schon geschrieben habe. Datum und Wochentage zu vergessen ist schon eine Regelmäßigkeit die uns beiden passiert (zum Glück haben wir die Losung). Los ging es also von Melbourne in Richtung der weltbekannten Great Ocean Road. Es ist sehr praktisch einen Campervan zu haben = Haus inclusive, außerdem kostet der Benzin hier unten noch nicht soviel und kostenlose Campingplätze sind zahlreich vorhanden (leider war im Atlas nichts von "im Winter geschlossen" vermerkt!).
Das Wetter ist seit Neuseeland gesegnet (man sagt uns immer es wären 10°C zuviel und sonst würde es eigentlich regnen) und somit konnten wir den absolut genialen Blick auf der Straße Richtung Meer genießen, vorbeischwimmende Wale zeigten sich leider keine. Aber zu meiner großen Freude gab es einen Koalawanderweg, der musste natürlich gegangen werden. Und Basti, der Späher, fand auch gleich welche. Die sehen vielleicht niedlich aus! Wie eine Fellkugel mit Ohren sitzen sie in den Astgabeln. Am Ende der Wanderung waren wir bei 16. Da die Zeit allerding immer drängte, ging es zügig weiter. Gegen Abend kamen wir dann bei den 12 Aposteln an, welche die bekanntesten Felsen sind. 100 Touristen wollten den Sonnenuntergang mit uns fotografieren, was die Stimmung etwas trübte. Tolle Fotos sind trotzdem geworden und Bastis Wunsch, den Sonnenuntergang dort mit zu erleben, wurde erfüllt. Wenn es dunkel ist soll man seine Parkposition für die Nacht eigentlich erreicht haben, da viele Tiere nachtaktiv sind. Wir mussten aber weiter (natürlich mit Vorsicht), aber eine Frau mit einem großen Jeep auf dem Weg hatte die Vorsicht wohl vergessen. Ein großes Känguru musste an diesem Abend sein Leben lassen und der Jeep war danach fahruntauglich.
Am Tag 2 war das Highlight: Wale gucken. Es gibt eine Bucht wo die Riesen kalben und ihre Jungen dann aufziehen. Da das natürlich eine Touri Attraktion ist, hat man nen richtigen Ausguck. Wir also dort mit Fernglas bewaffnet und dann schauten tatsächlich auch zwei Wale raus. Ok, es waren einige hundert Meter weit weg, nur ein schwarzer Fleck zu sehen und wir konnten schwer erkennen welche Sorte Wal dort schwimmt. Basti hat eher aufgegeben als ich und schon mal das Abendessen vorbereiten. Ich dachte ja die hüpfen wenigsten für EIN Foto mal raus, wenn ich schon mal vorbei komme, aber die wollten einfach nich! Nix also mit Fototermin.
Am nächsten Tag ging es dann Richtung Grampians Nationalpark, der etwas im Inneren des Landes liegt. Die Entfernungen sind echt rießig und somit hat man immer ne ziemlich lange Fahrt. Da wegen Überflutungsschäden die Hauptstraße im Park gesperrt war, hatten wir noch mehr Umweg und letzlich ein paar schöne Ausblicke aber irgendwie hatten wir mehr erwartet. Aber es gab trotzdem einige geniale Begegnungen, die den Tag unvergesslich machten. Kängurus, die leben dort irgendwie überall. Am Mittag hatten wir schon eine kleine Herde beim Mittagsschlaf beobachtet, aber am Nachmittag waren dann hunderte aktiv und grasten auf den Wiesen und in Vorgärten, Absolut - wer kann schon ein Känguru Panoramabild machen?? Eines war sogar zum Fotoshoot gekommen, hat sich für mich auf die Straße platziert und dem Kleinen gesagt es soll mal rausgucken....Wahnsinn!
Nach unzählig vielen Kilometer waren wir dann in Adelaide angekommen und hatten den Camper an den Strom angeschlossen. Eigentlich waren wir nach 2600 km etwas kaputt, aber Adelaide hatte in der Planung nur 1,5 Tage bekommen und wenn man vorraussichtlich nie wieder kommt, dann muss man sich nen Ruck geben. Tag 1: Regen! Wir waren doch recht schnell wieder zum Camper zurück. Tag 2 laufen, laufen, Bus fahren und zwischendrin das Stadtzentrum und ein Museeum anschauen, was wirklich interessant war (viel anschauen + wenig lesen = super Museum).
Dann war die Zeit auch schon wieder um und es ging ans Campervan tauschen. Durch unglaublich viel Segen standen wir letztendlich einem tollen Luxuscamper entgegen der uns nur $5 pro Tag kostete, ein rießiges Bett besaß, Küchenzeile, Toilette & Dusche, Tempomat und es extra noch $200 Spritgeld dazu gab. Basti war ganz aufgedreht und nun konnte es Richtung Outback losgehen.
Ich weiß nicht was ihr euch unter Outback vorgstellt, ich dachte es ist sowas wie Wüste. Aber ganz so kann man es nicht sagen, eher ein rießiges Gebiet mit Teilen wo Bäume wachsen und der Großteil nur mit Büschen und Sträuchern. Natürlich begenete uns dort die bekannte rote Erde, die langen Road Trains, ein paar wilde Emus, ziemlich viele Wohnwagen und aller paar hunderte Kilometer mal ein Dörfchen, in dem es im Sommer bis zu 50 Grad heiß wird. Ich fand es so unglaublich....hunderte Kilometer keine Menschenseele, das bedeutet Outback. Nach 1500km, 3 Übernachtungen und einigen Stopps in den Dörfern (um die Opalmine und Kirche unter der Erde anzuschauen) waren wir dann am Ziel angelangt......ALICE SPRINGS. Es ist Winter und Haupsaison hier, da es "nur" um die 15-20 Grad am Tag werden. Eine Nacht blieben wir dort um am nächsten Tag dann eine 3 Tages-Tour zum Ayers Rock und Kings Canyon zu starten.
Das dann demnächst.....schaut euch lieber noch paar Bilder an!
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| From Melbourne to Alice Springs (3) |

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