Hallo Ihr!
Hier nun der Bericht zu unseren Reiseaktivitäten im roten Zentrum von Australien! Heute müsst ihr gut lesen oder parallel Bilder anschauen, denn da gibts diesmal keinen Begleittext dazu...
Da wir vorher nicht so genau wussten, was uns da zwecks Straßen und Zivilisation erwartet, hatten wir uns vorher schon eine günstigere 3-Tages-Camping-Tour zu Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon gebucht. Wie so vieles hier, war auch dieser "kleine Ausflug" von Alice Springs aus mit insgesamt knapp 1500km Fahrweg verbunden. So waren wir zum Schluss recht froh, dass wir das nicht selber fahren mussten.
Es ging morgens 5:45 los. Mit einem mittelkleinen Bus und 13 Leuten plus Fahrer gings auf. Am ersten Tag sind wir zum Uluru gebraust, haben unterwegs einen blinden Passagier im Bus - in Form einer 10cm großen, schwarzen Spinne - gehabt (zur FreudeBegeisterung meiner Frau) und sind mittags im Culture Center gewesen, anschließend hat uns unser Tourguide einiges über verschiedene religiöse Stätten am Fuße des Berges erzählt und wir sind dann fast eine komplette Runde rundherum gelaufen (10km). Die einheimischen Aborigines wollen nicht, dass man hochklettert auf ihren heiligen Berg und so haben wir das auch nicht getan. Abends haben wir dann Sonnenuntergang am Uluru beobachtet. Sehr touristisch - spektakulärer als das eigentliche Ereignis war die Veranstaltung der ganzen Busunternehmen mit Weinchen und Nüsschen und Klappstühlchen... Ziemlich amüsant anzusehen.
Nach einer Nacht im Schlafsack und Swag (ein "Über-Schlafsack" aus einer robusteren Plane mit einer dünnen Matratze unten drin) bei rund 0°C und klarem Sternenhimmel. Da es bis zur nächsten Stadt Alice Springs über 300km Luftlinie sind, ist das Streulicht da ziemlich gering und man kann echt viel sehen! Naja, bei einem Schlafsack, der bis Extremtemperatur 7°C ausgelegt ist, war es nicht verwunderlich, dass es zum Schluss etwas frischlich wurde. Zum Glück durften wir 6:00 schon wieder aufstehen und es ging zum Sonnenaufgang am Uluru. Da keine Wolke am Himmel war, blieb das Spektakuläre aus und so war das Frühstück nebenbei mehr beachtet und Nadine stellte dann fest: "Ach, übrigens da ist der Sonnenaufgang!" Ob das an den leckeren Grillwürsteln lag, die es hier zum Frühstück gibt? Grillen zum Frühstück, das können nur echte Outback-Australier erfunden haben! ;-)
Der zweite Programmpunkt war dann Kata Tjuta (auch die Olgas genannt und übersetzt: viele Köpfe). Hier hats uns um einiges besser gefallen, da wenige Leute dort waren und nicht wie am Uluru Busse ausgekippt wurden, um in Gänsereihe auf einen Berg hochzustiefeln. So konnten wir die Natur und das Vögelzwitschern in einer paradiesisch anmutenden Landschaft genießen. Unser Tourguide Geejay hat wieder einiges zu Buschmedizin, Geschicht und Kultur erzählt. Neben Warzenheilmitteln und Demonstration von Buschfarbe aus Steinen und Wasser hat er uns auch erzählt, dass in Australien die Aborigines bis in die 60er Jahre offiziell als Tiere gezählt wurden... Schon etwas beschämend... Genauso war auch der erste Eindruck in Alice Springs: Sie wirken ausgegrenzt und lungern auf Straßen rum. Sie würden aber wohl eine ganze Menge finanzielle Unterstützung bekommen und auch materielle Sachen, wie Häuser und Fahrzeuge, zur Verfügung gestellt bekommen von der Regierung - um ruhig gestellt zu werden und möglichst keinen Ärger zu provozieren... Gut, wir haben dann die nächsten 10km zu Fuß absolviert bevor wir dann von den vielen, roten Felskuppeln mit dem Bus Richtung Kings Canyon aufgebrochen sind. Auf der Fahrt haben wir wieder Bäume als Brennholz eingesammelt. An unserem Campplatz gabs diesmal Kamele zu sehen. Sehr amüsante und doch recht elegant wirkende Gesellen. Wir haben dann auch eine halbe Stunde beobachtet, wie ein Pfleger ein Kamel zum Hinsetzen animiert hat, um dann den Sattel abzunehmen. Das Kamel wollte den Sattel jedoch gern behalten und so ist es, wenn der Pfleger zum Sattel ging, immer wieder aufgesprungen. Von weitem ein sehr amüsantes Schauspiel, was dann nach 15 Runden mit Sieg für den Pfleger endete. Die folgende Nacht sollte nach unserem Lagerfeuer wieder sehr frisch werden. In Alice waren -5°C. So wird das als erster Tag in die Geschichte eingehen, an dem ich um 5:30 morgens voller Freude und Elan aufgesprungen bin, weil ich endlich aufstehen durfte!!
Der Tag begann mit Sonnenaufgang am Kings Canyon. Währenddessen bekamen wir dann die Nachtstorys erzählt. Ein Mädchen hatte eine Maus im Schlafsack und die Nacht vorher war bei einer ein Hase auf den Schlafsack gesprungen und hatte es sich erstmal bequem gemacht, bevor er durch eine Faust von Innen unsanft vom Schlafquartier vertrieben wurde. Der Kings Canyon war nicht so atemberaubend wie der Grand Canyon in der USA, aber im Gegensatz zu diesem laut Definition wenigstens ein echter Canyon! Darauf ist man hier stolz! :-) Nachdem wir in den letzten Tagen die Berge bewundert haben, war diesmal die Schlucht im Bergmassiv das Atemberaubende. Wir haben auch unseren Tourguide lebend wieder mitgebracht. Ein anderer Backpacker hätte wohl beim Umdrehen mit dem Rucksack einen Tourguide aus dem Gleichgewicht und letztlich zum Sturz von der Felswand gebracht. Unserer hat uns wieder mit interessanten Infos versorgt, so hat er uns erzählt, dass die Aborigines sich mit der weißen Rinde des Ghost Trees eingerieben hätten, um sich vor der Sonne zu schützen. Leider bringt das nur einen Lichtschutzfaktor zwischen 1 und 2. Für Australien wird mindestens 30 empfohlen... :-)
Auf dem Rückweg mit dem Bus haben wir auf einer Kamelfarm dann noch auf einem Kamel Platz genommen und sind eine Runde übers Gelände gelaufen und dann den zweiten Teil sogar gerannt. Dieses Rumgespringe im Sattel ist echt nicht angenehm für die unteren Körperregionen... Naja, wir haben unsere Tour sehr genossen, hatten viel Spaß, tolle Erlebnisse und haben einiges über die Menschen und die Kultur erfahren.
Die nächsten Tage haben wir dann zur Reiseplanung und Erkundung von Alice Springs genutzt (wir waren beim Royal Flying Doctor Service und im Reptiliencenter und haben dort eine schwarze Schlange - Inland-Taipan auf Foto - gesehen, die genug Gift mit sich rumträgt, um 250.000 Mäuse zu töten und ist damit die giftigste Schlange weltweit) bevor wir dann mit dem GHAN Zug nach Darwin gefahren sind. Die billigsten Sitze waren mit Übernachtung im Liegesitz, hatten aber viel Beinfreiheit und es ließ sich gut aushalten. Viel zu sehen gabs in den 24 Stunden Fahrt nicht außer Buschland und im Norden dann ein wenig Wald und Termitenhaufen.
Damit gehts dann demnächst weiter, genauso wie mit dem Great Barrier Reef, wo wir heute Schnorcheln waren! Echt genial! Auch davon gibts demnächst dann Bilder zu sehen!!! ;-)
Bis dahin erstmal viel Spaß mit den Bilder vom Zentrum:
Liebe Grüße!
Die Bald-Heimkehrer!
Hier nun der Bericht zu unseren Reiseaktivitäten im roten Zentrum von Australien! Heute müsst ihr gut lesen oder parallel Bilder anschauen, denn da gibts diesmal keinen Begleittext dazu...
Da wir vorher nicht so genau wussten, was uns da zwecks Straßen und Zivilisation erwartet, hatten wir uns vorher schon eine günstigere 3-Tages-Camping-Tour zu Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon gebucht. Wie so vieles hier, war auch dieser "kleine Ausflug" von Alice Springs aus mit insgesamt knapp 1500km Fahrweg verbunden. So waren wir zum Schluss recht froh, dass wir das nicht selber fahren mussten.
Es ging morgens 5:45 los. Mit einem mittelkleinen Bus und 13 Leuten plus Fahrer gings auf. Am ersten Tag sind wir zum Uluru gebraust, haben unterwegs einen blinden Passagier im Bus - in Form einer 10cm großen, schwarzen Spinne - gehabt (zur FreudeBegeisterung meiner Frau) und sind mittags im Culture Center gewesen, anschließend hat uns unser Tourguide einiges über verschiedene religiöse Stätten am Fuße des Berges erzählt und wir sind dann fast eine komplette Runde rundherum gelaufen (10km). Die einheimischen Aborigines wollen nicht, dass man hochklettert auf ihren heiligen Berg und so haben wir das auch nicht getan. Abends haben wir dann Sonnenuntergang am Uluru beobachtet. Sehr touristisch - spektakulärer als das eigentliche Ereignis war die Veranstaltung der ganzen Busunternehmen mit Weinchen und Nüsschen und Klappstühlchen... Ziemlich amüsant anzusehen.
Nach einer Nacht im Schlafsack und Swag (ein "Über-Schlafsack" aus einer robusteren Plane mit einer dünnen Matratze unten drin) bei rund 0°C und klarem Sternenhimmel. Da es bis zur nächsten Stadt Alice Springs über 300km Luftlinie sind, ist das Streulicht da ziemlich gering und man kann echt viel sehen! Naja, bei einem Schlafsack, der bis Extremtemperatur 7°C ausgelegt ist, war es nicht verwunderlich, dass es zum Schluss etwas frischlich wurde. Zum Glück durften wir 6:00 schon wieder aufstehen und es ging zum Sonnenaufgang am Uluru. Da keine Wolke am Himmel war, blieb das Spektakuläre aus und so war das Frühstück nebenbei mehr beachtet und Nadine stellte dann fest: "Ach, übrigens da ist der Sonnenaufgang!" Ob das an den leckeren Grillwürsteln lag, die es hier zum Frühstück gibt? Grillen zum Frühstück, das können nur echte Outback-Australier erfunden haben! ;-)
Der zweite Programmpunkt war dann Kata Tjuta (auch die Olgas genannt und übersetzt: viele Köpfe). Hier hats uns um einiges besser gefallen, da wenige Leute dort waren und nicht wie am Uluru Busse ausgekippt wurden, um in Gänsereihe auf einen Berg hochzustiefeln. So konnten wir die Natur und das Vögelzwitschern in einer paradiesisch anmutenden Landschaft genießen. Unser Tourguide Geejay hat wieder einiges zu Buschmedizin, Geschicht und Kultur erzählt. Neben Warzenheilmitteln und Demonstration von Buschfarbe aus Steinen und Wasser hat er uns auch erzählt, dass in Australien die Aborigines bis in die 60er Jahre offiziell als Tiere gezählt wurden... Schon etwas beschämend... Genauso war auch der erste Eindruck in Alice Springs: Sie wirken ausgegrenzt und lungern auf Straßen rum. Sie würden aber wohl eine ganze Menge finanzielle Unterstützung bekommen und auch materielle Sachen, wie Häuser und Fahrzeuge, zur Verfügung gestellt bekommen von der Regierung - um ruhig gestellt zu werden und möglichst keinen Ärger zu provozieren... Gut, wir haben dann die nächsten 10km zu Fuß absolviert bevor wir dann von den vielen, roten Felskuppeln mit dem Bus Richtung Kings Canyon aufgebrochen sind. Auf der Fahrt haben wir wieder Bäume als Brennholz eingesammelt. An unserem Campplatz gabs diesmal Kamele zu sehen. Sehr amüsante und doch recht elegant wirkende Gesellen. Wir haben dann auch eine halbe Stunde beobachtet, wie ein Pfleger ein Kamel zum Hinsetzen animiert hat, um dann den Sattel abzunehmen. Das Kamel wollte den Sattel jedoch gern behalten und so ist es, wenn der Pfleger zum Sattel ging, immer wieder aufgesprungen. Von weitem ein sehr amüsantes Schauspiel, was dann nach 15 Runden mit Sieg für den Pfleger endete. Die folgende Nacht sollte nach unserem Lagerfeuer wieder sehr frisch werden. In Alice waren -5°C. So wird das als erster Tag in die Geschichte eingehen, an dem ich um 5:30 morgens voller Freude und Elan aufgesprungen bin, weil ich endlich aufstehen durfte!!
Der Tag begann mit Sonnenaufgang am Kings Canyon. Währenddessen bekamen wir dann die Nachtstorys erzählt. Ein Mädchen hatte eine Maus im Schlafsack und die Nacht vorher war bei einer ein Hase auf den Schlafsack gesprungen und hatte es sich erstmal bequem gemacht, bevor er durch eine Faust von Innen unsanft vom Schlafquartier vertrieben wurde. Der Kings Canyon war nicht so atemberaubend wie der Grand Canyon in der USA, aber im Gegensatz zu diesem laut Definition wenigstens ein echter Canyon! Darauf ist man hier stolz! :-) Nachdem wir in den letzten Tagen die Berge bewundert haben, war diesmal die Schlucht im Bergmassiv das Atemberaubende. Wir haben auch unseren Tourguide lebend wieder mitgebracht. Ein anderer Backpacker hätte wohl beim Umdrehen mit dem Rucksack einen Tourguide aus dem Gleichgewicht und letztlich zum Sturz von der Felswand gebracht. Unserer hat uns wieder mit interessanten Infos versorgt, so hat er uns erzählt, dass die Aborigines sich mit der weißen Rinde des Ghost Trees eingerieben hätten, um sich vor der Sonne zu schützen. Leider bringt das nur einen Lichtschutzfaktor zwischen 1 und 2. Für Australien wird mindestens 30 empfohlen... :-)
Auf dem Rückweg mit dem Bus haben wir auf einer Kamelfarm dann noch auf einem Kamel Platz genommen und sind eine Runde übers Gelände gelaufen und dann den zweiten Teil sogar gerannt. Dieses Rumgespringe im Sattel ist echt nicht angenehm für die unteren Körperregionen... Naja, wir haben unsere Tour sehr genossen, hatten viel Spaß, tolle Erlebnisse und haben einiges über die Menschen und die Kultur erfahren.
Die nächsten Tage haben wir dann zur Reiseplanung und Erkundung von Alice Springs genutzt (wir waren beim Royal Flying Doctor Service und im Reptiliencenter und haben dort eine schwarze Schlange - Inland-Taipan auf Foto - gesehen, die genug Gift mit sich rumträgt, um 250.000 Mäuse zu töten und ist damit die giftigste Schlange weltweit) bevor wir dann mit dem GHAN Zug nach Darwin gefahren sind. Die billigsten Sitze waren mit Übernachtung im Liegesitz, hatten aber viel Beinfreiheit und es ließ sich gut aushalten. Viel zu sehen gabs in den 24 Stunden Fahrt nicht außer Buschland und im Norden dann ein wenig Wald und Termitenhaufen.
Damit gehts dann demnächst weiter, genauso wie mit dem Great Barrier Reef, wo wir heute Schnorcheln waren! Echt genial! Auch davon gibts demnächst dann Bilder zu sehen!!! ;-)
Bis dahin erstmal viel Spaß mit den Bilder vom Zentrum:
![]() |
| Ayers Rock & Kings Canyon (4) |
Liebe Grüße!
Die Bald-Heimkehrer!

