Nach einem kurzen aber akuten Einsatz von 4Tagen mit 50h im Kiwipackhaus und dem 2.Einsatz von wieder 4Tagen, sind wir seit Montag wieder ohne Arbeit und warten quasi auf Runde Drei. Was geschah.........
Wir sahen tausende Kiwi Kisten, Plastik Folien, Kiwis, Kiwis, Kiwis und seltsame Kiwis. Also demnächst wird es dann neussländische Kiwi Fruits geben.
Aber nun von vorn. Seit einigen Wochen arbeitet Basti ja beim Landscapen. Egal ob Regen oder Sonne, das Mulchverteilen rief immer. Zunächst 1,5 Wochen non-stop, nun wie heute (wenn das Packhaus keine Arbeit für uns hat) als "Aushilfs-Depp". Wenn die Baustelle nicht ausnahmsweise mal außerhalb liegt und er auf der Fahrt im Auto bezahlt schlafen kann, spreaded er täglich Mulch (Rindenmulch verteilen). An so einem neuen Highway kann man mit Mistgabel, Schubkarre und Rechen bewaffnet `ne ganze Weile zubringen um alle Randstreifen mit frischem Mulch zu versorgen (mittlerweile schon rund 50 Stunden).
Unser aktueller Arbeitsalltag sieht nun etwas anders aus. Wenn es dann 7:30Uhr klingelt und die Linien im Packhaus anlaufen, stehe ich am Laufband und die Kiwis rollen an mir vorbei. Die komisch Aussehenden sollte ich finden und in die 2.Klasse einsortieren. Das gelingt mal gut und mal mittelmäßig, da die Kiwibäume manchmal echt seltsame Früchte produzieren und man sehr viel zu sortieren hat. Nach 2,5h ist immer eine Pause und je nach Wetter am vorherigen Tag, haben wir zwischen 6h und 12h Arbeit oder eben gar keine.
Basti`s Arbeit ist anders ;-) Er nimmt fertig gefaltete Kisten vom Stapel, packt eine Plastikfolie rein und bei kleinen Kisten noch ein Inlay. Das Problem an dieser Aufgabe ist, er muss das oft in rasender Geschwindigkeit tun. Ca. 200 Kisten pro Stunde und immer das Gleiche, fragt nicht wie oft wir seine schmerzenden Händen schon gecremt haben. Ok, bei ihm sind es die Hände, bei mir der Rücken. Aber wir schlagen uns wacker, damit die Welt von leckeren, grünen, süßen Kiwi`s überflutet werden kann.
Ach ja und falls der Supervisor (Chef der einzelnen Arbeitsabteilung) mal am Sabbat zur Kirche geht und seine Aufgaben trotzdem gemacht werden müssen, ist Basti der neue Supervisor. Normal machen das Leute die schon paar Jahr im Packhaus arbeiten. Aber das läuft eben mit dem deutschen Ingenieur :)
Da es letzte Woche von Montag bis Mittwoch keine Arbeit für uns gab, sind wir Dienstag mit unserem Arbeitskollegen ins 100km entfernte Rotorua gefahren. Da in einigen Kilometern Tiefe ein kochend heißes Wasserreservoir ist und diese Region einige erloschene Vulkane zu bieten hat, gibt es sehr viele heiße Quellen, blubbernte Schlammlöcher und stinkende Schwefelwolken (riecht wie schlechte Eier). Das wollten wir schon ne Weile mal besuchen. Ein geothermales Wonderland wartete dort auf uns. Schaut euch aber lieber die Foto´s an, denn meine Erklärung dazu ist kein Reißer.
Pointe: Es war super schön anzusehen und hat ziemlich gemüfftelt.
Danach ging es noch zur sheep-shearing show (Schafe scheren). Die Neuseeländer haben also eine Taktik entwickelt, in 45 Sekunden 1 Schaf zu scheren und machen damit sogar Wettkämpfe. Crazy guys!! Der Rekord liegt an einem 9h Arbeitstag bei über 700 Schafen... fast mein Vati ;-) Auf alle Fälle haben sie uns dort 19 verschiedene Schafarten gezeigt die in Neuseeland ansässig sind, Basti durfte ne Kuh melken (ich hab drüber gelacht und durfte gleich in Runde 2 auf die Bühne) und hab ein Lämmchen mit Flasche gefüttert (also der bessere Job) und Wolle gewonnen und wir haben viel gelacht. Es war also einen Besuch wert.
Nun sind wir wieder im Arbeitsleben angekommen und werden das bis 11.Mai noch durchziehen. Dann haben wir bissel gespart und können endlich weiterreisen und den Rest der Inseln erkunden. Juhu.
Da hier nun wirklich der Herbst eingezogen ist und wir regelmäßig mit Pollover unterwegs sind, schielen wir nun etwas neidisch in eure Richtung.
Wir wünschen allen gesegnete Osterfeiertage und ein bisschen Ruhe. Wir werden am Osternsonntag erstmal unseren 1.Hochzeitstag genießen ;-) Wie die Zeit vergeht.......
Liebe Grüße NaSe
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