Sonntag, 14. August 2011

Wir sind wieder da!!

Hallo!


Wir sind zurück in der Heimat und auch ihr sollt noch die letzten Tage bis zur Rückkehr geschildert bekommen.


Zunächst die Bilder von unserem letzten Camper-Trip von Brisbane nach Sydney und den letzten Tagen dort. 
Der Trip war etwas kurz, umfasste ganze 2,5 Tage für 900km, aber da sind ja Entdeckungstouren noch nicht eingerechnet... 
Unser neuer Camper bekommt 3 Worte: quadratisch, praktisch, billig! Eine Schrankwand auf vier Rädern, viel Platz im Inneren und das Benzin wurde wieder z.T. bezahlt. Die Schubladen hatten zwar etwas gelitten und ging bei der Fahrt des öfteren auf! Naja fürn Äppel und `nen Ei kann man sich wohl nicht beschweren.


Am ersten Nachmittag sind wir noch bis kurz vor Byron Bay gefahren. Dort haben wir am nächsten Morgen einen kleinen Spaziergang gemacht wo wir Wale gesehen haben. Ein paar Gruppen Delphine waren auch direkt vor der Küste am rumschwimmen und einer ist sogar auf einer Welle Richtung Strand geritten - das war spektakulär!!


Zurück in Sydney haben wir noch ein 3 schöne Tage verbracht. Leider war das Wetter ein bisschen wolkig. Sonntags waren wir dann in der bekannten Hillsong Gemeinde. Ein einmaliges Erlebnis. Montag waren wir dann noch mit der Fähre in Manly, einem Strandvorort auf der anderen Seite der Bucht.

Von Brisbane bis Sydney

Von Sydney gings dann Montag Abend Richtung Dubai. Wir wussten schon länger, dass es wohl keine so super Idee war, dort im Hochsommer hinzufahren: ca. 45°C (nachts 35°C) und dazu 95%-98% Luftfeuchte.

Schon bei der Ankunft morgens 5:25 lief die Brille beim Raustreten aus dem klimatisierten Flughafengebäude völlig an. Es ließ sich echt nur in klimatisierten Räumen und Gefährten aushalten. So haben wir uns dann dafür entschieden, am ersten Tag eine Busrundfahrt durch Dubai zu machen. Hier werden wortwörtlich Unmengen an Geld in den Sand gesteckt. Allein in den nächsten Jahren sollen noch mehr als 50 neue 5-Sterne-Hotels gebaut werden. Dazu hat man im flachen Meer vor der Küste künstliche Sandinseln aufgeschüttet. 3 vom Land aus erreichbare Palmenförmige Inseln und eine Inselgruppe, die vom All aus wie die Weltkarte aussieht.



Asterix hätte gesagt: Die spinnen doch die Dubaianer! ;-) Wir sind an den verschiedenen bekannteren Hotels und Gebäuden vorbeigefahren und auch mal ausgestiegen... Nachmittags haben wir dann eine Rundfahrt mit einem typischen alten Fischer- und Handelsboot gemacht. 

Am zweiten Tag waren wir im Dubai Museum, wo wir vieles von der alten Perlentaucher- und Händler-Stadt sehen konnten. Am Nachmittag haben wir dann eine Wüstensafari gemacht. Mit einem Allrad-Fahrzeug gings über die Dünen durch die Wüste. Einmalig und besser als Achterbahnfahren!! Abendessen gabs dann in einem Camp mit landestypischen Speisen.

Und am Donnerstag Morgen gings mit dem Flieger weiter nach Frankfurt und mit dem ICE heim. Am Bahnhof wurden wir dann von unseren Familien empfangen! Es ist schön wieder daheim zu sein! ;-)

Dubai

Liebe Grüße und bis demnächst! Jetzt ist erstmal Wohnungssuche angesagt!

Nadine und Sebastian!

P.S. Dies wird wohl erstmal die letzte Nachricht hier sein! Wir hoffen, dass es euch ein bisschen gefallen hat! ;-) Wer Bilder sehen will, sollte uns mal für ein komplettes Wochenende zu sich einladen!



Sonntag, 7. August 2011

Fraser Island und Lone Pine


Und schon wieder gibts News! ;-) Die Zeit rast, morgen zur selben Zeit sitzen wir schon im Flieger nach Dubai.


Letzte Woche waren wir noch auf Fraser Island. Dies ist eine reine Sandinsel direkt vorm Festland, die sich jährlich mehrere Meter durchs Meer bewegt. Auf der rund 160km langen Insel hat sich in der Mitte ein dichter Regenwald und mehrere klare Seen gebildet. Da unsere 3 Tages Camping Tour nicht ausreichend Teilnehmer hatte, haben wir bloß eine 2 Tages Tour gemacht. So gings Samstag morgen mit einem Toyota Landcruiser Geländewagen und 10 Touris + Fahrer los von Brisbane. Knapp 200km später waren wir in Rainbow Beach. Leider konnte man hier schon die Regenwolken sehen...


Mit der Fähre sind wir dann in 5 Minuten übergesetzt. Die Hauptverkehrsstraße auf der Insel ist der Strand an der Ostseite. 75 Meilen Sandpiste, von einigen Wasserkanälen abgesehen, die zu ordentlichen Holperern führten, gings mit 100 km/h gen Norden. Auf der Insel sind wir dann im Regen zu einem See mit einer riesigen Sanddüne daneben gelaufen. Unser Fahrer meinte es wäre nich so schlimm, da es fast ausschließlich durch den Wald gehen würde. Naja, es war dann doch etwas anders als gedacht... Aber wir hatten eine tolle Gruppe und hatten uns vorher im Kofferraum, wo auf beiden Seiten je 4 Leute mit den Gesichtern zueinander saßen, schon ganz gut kennengelernt. Nadine saß vorn mit einer Südkoreanerin, hinten wars Multi-Kulti: 2 Engländerinnen, 1 Amerikaner, 1 Däne, Einer aus Trinidad, 2 Französinnen und 1 Deutscher (also ich)! ;-) Wir waren sehr glücklich mal nicht deutsch reden zu müßen. Dann sind wir noch an einem Schiffswrack vorbeigefahren und es hörte glücklicherweise mit regnen auf. Abends haben wir dann gegrillt und am Lagerfeuer gesessen.


Am zweiten Tag war es sonnig und wir sind ins Landesinnere zum Lake McKenzie gefahren. Unser Fahrzeug hat mehrfach aufgesessen auf den ausgewaschenen Sandpisten durch den Regenwald. Der See fühlte sich mit rund 22°C Wassertemperatur zunächst etwas kühl an, doch letztlich haben dann doch fast alle einen Sprung ins kristallklare Wasser gewagt. Phil aus Trinidad war zwar gleich wieder draußen, er würde die 28°C Winterwassertemperatur daheim bevorzugen, aber allen anderen hats gefallen! Anschließend waren wir noch im Regenwald wandern und haben eine Python (Würgeschlange) auf Beutezug durchs Unterholz beobachtet. Danach gings dann wieder zurück Richtung Brisbane.


Am nächsten Tag haben wir uns dann zum "Lone Pine Koala Sanctuary" aufgemacht. In dem Tierpark leben rund 130 Koalas und zahlreiche andere australische Tiere: Kakadus, Kokaburras, Wombats, Dingos, Schnabeltiere, wilde Truthähne, Krokodile, hunderte Kängurus und Wallabys. Wir haben den ganzen Tag die Tierchen beobachtet. Besonders knuddelig waren die Koala-Muttis mit ihren kleinen auf dem Rücken. Lustig war auch Mr. Wombat, der an der Leine mit seiner Pflegerin einen Walk durch den Park gemacht hat. Koalas, Wombats, Kängurus und Wallabys sind alles Beuteltiere. Ihre unterentwickelten Kinder erblicken nach rund 30 Tagen Schwangerschaft das Licht der Welt und wandern dann gleich in den Beutel der Mutter, wo sie ein halbes Jahr gesäugt und gepflegt werden, bevor sie dann ihre Umwelt erkunden. Die Koalas sind übrigens keine Bären sondern sind mit den Wombats verwandt.


Demnächst gibts noch die letzte Etappe von Brisbane nach Sydney zu lesen und zu sehen!


Hier die Bilder: u.a. von Nadine und ihrem neuen, stinkenden Koala-Freund!


Fraser Island & Lone Pine

Liebe Grüße aus Sydney!
Na+Se!

Samstag, 6. August 2011


So nun gehts schon bald wieder nach Hause und auch ihr sollt noch eine neue Etappe dokumentiert bekommen! ;-)


Gestern haben wir ja bereits über den ersten Teil unser Camperfahrt von Cairns nach Brisbane berichtet. Nach zwei Tagen Fahrt hatten wir dann unser Zwischenziel Airlie Beach erreicht. Hier haben wir 2 Tage "Fahrpause" gemacht. Wir waren noch einen Tag am Riff Schnorcheln und am zweiten Tag sind wir zu einer Segelrunde durch die Whitsunday Islands aufgebrochen. Schnorcheln war diesmal von einer schwimmenden Insel aus und etwas buntere Korallen als beim ersten Mal in Cairns. Am zweiten Tag hatten wir einen tollen Ausflug mit dem Segelcatamaran. Unser Mittagsstopp am Whitehaven Beach war echt toll. Der unglaublich feine, weiße Sand ist einer der reinsten weltweit und wurde auf Grund der hohen Qualität für die Herstellung der Gläser und Spiegel des Hubble-Teleskops benutzt.


Am Abend nach der Tour sind wir noch ein Stück weiter gebraust mit unserem Camper bis nach Eungella. Laut Lonely Planet sollte es da Schnabeltiere zu sehen geben. Also sind wir kurz nach Sonnenaufgang hingedackelt und prompt haben wir welche gesehen. Die Kreuzung aus Bieber, Fisch und Ente ist eines von drei eierlegenden Säugetieren weltweit.


Anschließend sind wir weiter gen Süden nach Brisbane gebraust, wo wir am nächsten Tag dann unseren Camper abgegeben haben. Die nächsten zwei Tage haben wir dann Brisbane erkundet, bevor es auf nach Fraser Island ging. Dazu im nächsten Beitrag dann mehr! ;-)


Hier sind die Bilder vom Abschnitt:

Whitsundays & Brisbane (7)


Liebe Grüße
NA+SE!

Donnerstag, 4. August 2011

Bunte Fische überall


So nun gleich der nächste Beitrag von uns! ;-)


Nach unserer Ankunft in Cairns früh morgens gings gleich auf zum Stadtbummel. Das Wetter war mit rund 25°C deutlich angenehmer als das tropische Darwin. Die Stadt war ziemlich nett. Auch hier gibts zwecks Quallen und Krokodilen nur eine Badelagune im Stadtzentrum, anstatt eines richtigen Strandes.


Für den zweiten Tag hatten wir uns eine Schnorchel-Ausfahrt zum Great Barrier Reef organisiert. Unser Tagesausflug mit Mittagessen und insgesamt 5 Stunden Riff-Zugang an zwei verschiedenen Stellen war echt genial. Das Great Barrier Reef ist das größte Riffsystem der Erde und ungefähr 2500km lang und da es "tierisch" ist, das einzige Lebewesen, was aus dem Weltall zu sehen ist! ;-)


Das Riff an sich war etwas "ausgebleicht" und wir hatten es uns bunter vorgestellt, die bunten Fische waren aber echt krass. Stellt euch eine Farbe vor, die garantiert kein Fisch haben kann oder sollte und hier schwimmen unzählige davon rum. Quer durch die ganze Farbpalette: Von schwarz-gelben-weißen Dynamo-Fan-Fischen über regenbogenfarbene Papageienfische hin zu einer riesigen Maori-Wrasse, die rund 1,50m lang und 50cm hoch war. Echt genial und unvergleichlich. Wir hätten auch ne Taucheinführung machen können, haben aber mit dem Schnorcheln genau das richtige gemacht. Keine Zeit verschwendet, sondern einfach an der Oberfläche übers 1m tiefe Wasser gepaddelt und bunte Fische beobachtet...


Am nächsten Tag gings mit einem Relocation Camper auf Richtung Brisbane. Auf dem Weg gabs viele Zuckerrohrfelder und einige Bananenplantagen zu sehen. In Missionbeach ist uns ein sehr seltener Zeitgenosse über den Weg bzw die Straße gelaufen: Ein Helm-Kasuar. Teilweise sind die bis zu 2,10m hohen, strauß-ähnlichen Laufvögel sehr aggresiv und können auch Menschen attakieren und so haben wir bloß ein Foto aus der Entfernung gemacht.


In Mission Beach haben wir dann Marleen getroffen. Wenn wirs schon daheim nicht schaffen, dann doch wenigstens in Australien! :-)


Am nächsten Morgen waren wir dann in einem Wasserloch im Gebirge baden. Das war relativ hoch gelegen und somit nicht Krokodilverseucht. Eine gelungene Abwechslung. Weiter gings durch zahlreiche Plantagen auf nach Airlie Beach zu den Whitsundays.


Dazu gibts dann demnächst mehr, schaut euch erstmal die heutigen Bilder an!


Cairns & Great Barrier Reef (6)



Bis nächste Woche in der Heimat! Noch 7 Tage! Wir freuen uns übelst alle wieder zu sehen und haben große Lust auf deutsches Essen, die Engländer und ihre ehemaligen Verwandten in den Kolonien haben keine Esskultur. Hier gibts gebackene Bohnen oder Spaghetti mit Tomatensoße aus der Dose und wenn das nicht schon schlimm genug ist, dann müssen die das auch noch auf Toast packen und dann essen... iiiieeeeehhhhhhh!!!!!!!

Liebe Grüße
NA+SE!

Dienstag, 2. August 2011

Mal wieder was Neues


G'day mates!


Ja, so begrüßt man sich hier! Abkürzung für "Good day mate", was soviel heißt wie "Hallo mein Freund". Nach einiger Zeit der Informationsebbe wollen wir hier mal wieder ein bissl Text und einige Bilder zum Besten geben.


Nach unserem Zugtrip sind wir in Darwin bei 35°C ausm Zug gekrabbelt. 20 Grad mehr als bei der Abreise in Alice Springs. Das war schon ganz schön warm da.


Mit einem Camper haben wir uns dann aufgemacht in den Kakadu Nationalpark.

Am besten schaut ihr euch dazu die Fotos und die Kommentare an!

Kakadu NP & Darwin (5)

In kurzer Zeit wird auch noch ein Bericht zu Cairns und dem Great Barrier Reef folgen! Wir müssen uns ja bissl ranhalten, sonst sind wir zu Hause bevor ihr die letzten Infos habt! 
Bis dahin viel Spaß beim schmökern!

Die Bald-Heimkehrer
Nadine & Sebastian

Freitag, 22. Juli 2011

Im roten Zentrum Australiens

Hallo Ihr!


Hier nun der Bericht zu unseren Reiseaktivitäten im roten Zentrum von Australien! Heute müsst ihr gut lesen oder parallel Bilder anschauen, denn da gibts diesmal keinen Begleittext dazu...


Da wir vorher nicht so genau wussten, was uns da zwecks Straßen und Zivilisation erwartet, hatten wir uns vorher schon eine günstigere 3-Tages-Camping-Tour zu Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon gebucht. Wie so vieles hier, war auch dieser "kleine Ausflug" von Alice Springs aus mit insgesamt knapp 1500km Fahrweg verbunden. So waren wir zum Schluss recht froh, dass wir das nicht selber fahren mussten.


Es ging morgens 5:45 los. Mit einem mittelkleinen Bus und 13 Leuten plus Fahrer gings auf. Am ersten Tag sind wir zum Uluru gebraust, haben unterwegs einen blinden Passagier im Bus - in Form einer 10cm großen, schwarzen Spinne - gehabt (zur FreudeBegeisterung meiner Frau) und sind mittags im Culture Center gewesen, anschließend hat uns unser Tourguide einiges über verschiedene religiöse Stätten am Fuße des Berges erzählt und wir sind dann fast eine komplette Runde rundherum gelaufen (10km). Die einheimischen Aborigines wollen nicht, dass man hochklettert auf ihren heiligen Berg und so haben wir das auch nicht getan. Abends haben wir dann Sonnenuntergang am Uluru beobachtet. Sehr touristisch - spektakulärer als das eigentliche Ereignis war die Veranstaltung der ganzen Busunternehmen mit Weinchen und Nüsschen und Klappstühlchen... Ziemlich amüsant anzusehen.


Nach einer Nacht im Schlafsack und Swag (ein "Über-Schlafsack" aus einer robusteren Plane mit einer dünnen Matratze unten drin) bei rund 0°C und klarem Sternenhimmel. Da es bis zur nächsten Stadt Alice Springs über 300km Luftlinie sind, ist das Streulicht da ziemlich gering und man kann echt viel sehen! Naja, bei einem Schlafsack, der bis Extremtemperatur 7°C ausgelegt ist, war es nicht verwunderlich, dass es zum Schluss etwas frischlich wurde. Zum Glück durften wir 6:00 schon wieder aufstehen und es ging zum Sonnenaufgang am Uluru. Da keine Wolke am Himmel war, blieb das Spektakuläre aus und so war das Frühstück nebenbei mehr beachtet und Nadine stellte dann fest: "Ach, übrigens da ist der Sonnenaufgang!" Ob das an den leckeren Grillwürsteln lag, die es hier zum Frühstück gibt? Grillen zum Frühstück, das können nur echte Outback-Australier erfunden haben! ;-)


Der zweite Programmpunkt war dann Kata Tjuta (auch die Olgas genannt und übersetzt: viele Köpfe). Hier hats uns um einiges besser gefallen, da wenige Leute dort waren und nicht wie am Uluru Busse ausgekippt wurden, um in Gänsereihe auf einen Berg hochzustiefeln. So konnten wir die Natur und das Vögelzwitschern in einer paradiesisch anmutenden Landschaft genießen. Unser Tourguide Geejay hat wieder einiges zu Buschmedizin, Geschicht und Kultur erzählt. Neben Warzenheilmitteln und Demonstration von Buschfarbe aus Steinen und Wasser hat er uns auch erzählt, dass in Australien die Aborigines bis in die 60er Jahre offiziell als Tiere gezählt wurden... Schon etwas beschämend... Genauso war auch der erste Eindruck in Alice Springs: Sie wirken ausgegrenzt und lungern auf Straßen rum. Sie würden aber wohl eine ganze Menge finanzielle Unterstützung bekommen und auch materielle Sachen, wie Häuser und Fahrzeuge, zur Verfügung gestellt bekommen von der Regierung - um ruhig gestellt zu werden und möglichst keinen Ärger zu provozieren... Gut, wir haben dann die nächsten 10km zu Fuß absolviert bevor wir dann von den vielen, roten Felskuppeln mit dem Bus Richtung Kings Canyon aufgebrochen sind. Auf der Fahrt haben wir wieder Bäume als Brennholz eingesammelt. An unserem Campplatz gabs diesmal Kamele zu sehen. Sehr amüsante und doch recht elegant wirkende Gesellen. Wir haben dann auch eine halbe Stunde beobachtet, wie ein Pfleger ein Kamel zum Hinsetzen animiert hat, um dann den Sattel abzunehmen. Das Kamel wollte den Sattel jedoch gern behalten und so ist es, wenn der Pfleger zum Sattel ging, immer wieder aufgesprungen. Von weitem ein sehr amüsantes Schauspiel, was dann nach 15 Runden mit Sieg für den Pfleger endete. Die folgende Nacht sollte nach unserem Lagerfeuer wieder sehr frisch werden. In Alice waren -5°C. So wird das als erster Tag in die Geschichte eingehen, an dem ich um 5:30 morgens voller Freude und Elan aufgesprungen bin, weil ich endlich aufstehen durfte!!


Der Tag begann mit Sonnenaufgang am Kings Canyon. Währenddessen bekamen wir dann die Nachtstorys erzählt. Ein Mädchen hatte eine Maus im Schlafsack und die Nacht vorher war bei einer ein Hase auf den Schlafsack gesprungen und hatte es sich erstmal bequem gemacht, bevor er durch eine Faust von Innen unsanft vom Schlafquartier vertrieben wurde. Der Kings Canyon war nicht so atemberaubend wie der Grand Canyon in der USA, aber im Gegensatz zu diesem laut Definition wenigstens ein echter Canyon! Darauf ist man hier stolz! :-) Nachdem wir in den letzten Tagen die Berge bewundert haben, war diesmal die Schlucht im Bergmassiv das Atemberaubende. Wir haben auch unseren Tourguide lebend wieder mitgebracht. Ein anderer Backpacker hätte wohl beim Umdrehen mit dem Rucksack einen Tourguide aus dem Gleichgewicht und letztlich zum Sturz von der Felswand gebracht. Unserer hat uns wieder mit interessanten Infos versorgt, so hat er uns erzählt, dass die Aborigines sich mit der weißen Rinde des Ghost Trees eingerieben hätten, um sich vor der Sonne zu schützen. Leider bringt das nur einen Lichtschutzfaktor zwischen 1 und 2. Für Australien wird mindestens 30 empfohlen... :-)


Auf dem Rückweg mit dem Bus haben wir auf einer Kamelfarm dann noch auf einem Kamel Platz genommen und sind eine Runde übers Gelände gelaufen und dann den zweiten Teil sogar gerannt. Dieses Rumgespringe im Sattel ist echt nicht angenehm für die unteren Körperregionen... Naja, wir haben unsere Tour sehr genossen, hatten viel Spaß, tolle Erlebnisse und haben einiges über die Menschen und die Kultur erfahren.


Die nächsten Tage haben wir dann zur Reiseplanung und Erkundung von Alice Springs genutzt (wir waren beim Royal Flying Doctor Service und im Reptiliencenter und haben dort eine schwarze Schlange - Inland-Taipan auf Foto - gesehen, die genug Gift mit sich rumträgt, um 250.000 Mäuse zu töten und ist damit die giftigste Schlange weltweit) bevor wir dann mit dem GHAN Zug nach Darwin gefahren sind. Die billigsten Sitze waren mit Übernachtung im Liegesitz, hatten aber viel Beinfreiheit und es ließ sich gut aushalten. Viel zu sehen gabs in den 24 Stunden Fahrt nicht außer Buschland und im Norden dann ein wenig Wald und Termitenhaufen.


Damit gehts dann demnächst weiter, genauso wie mit dem Great Barrier Reef, wo wir heute Schnorcheln waren! Echt genial! Auch davon gibts demnächst dann Bilder zu sehen!!! ;-) 


Bis dahin erstmal viel Spaß mit den Bilder vom Zentrum:




Ayers Rock & Kings Canyon (4)

Liebe Grüße!
Die Bald-Heimkehrer!

Donnerstag, 14. Juli 2011

Wir mal wieder!


Jetzt aber! Wir müssen zugeben es ist manchmal mühsam die Fotos rauszusuchen, hochzuladen und einen Text zu verfassen. Die Tage verfliegen nur so, man erlebt so viel, kann sich nach wenigen Tagen nur noch mit großer Mühe an Kleinigkeiten erinnern. Manchmal fühlen wir uns wie ein Trichter der lebt, in den Alles hinein geschüttet wird und der dann fast platzt vor Erlebnissen. Das soll nicht heißen wir haben es schwer ;-O ! Aber, um den Kreis zu schließen, wie schreibt man Erlebnisse, die zahlreich sind und Minuten dauern um sie einzeln zu erzählen, in wenigen Sätzen auf? AUßerdem, und das gehört zu den Fotos, ist das Internet oft soooooooooooooooooooooooooooooooooo langsam, dass es einem manchmal den letzten verbleibenden Nerv raubt und man für einen Fotoblock um die 3h zum hochladen braucht. 


Gut jetzt geht es wirklich los. Also unsere letzten Wochen waren genauso vollgestopft, wie ich schon geschrieben habe. Datum und Wochentage zu vergessen ist schon eine Regelmäßigkeit die uns beiden passiert (zum Glück haben wir die Losung). Los ging es also von Melbourne in Richtung der weltbekannten Great Ocean Road. Es ist sehr praktisch einen Campervan zu haben = Haus inclusive, außerdem kostet der Benzin hier unten noch nicht soviel und kostenlose Campingplätze sind zahlreich vorhanden (leider war im Atlas nichts von "im Winter geschlossen" vermerkt!).
Das Wetter ist seit Neuseeland gesegnet (man sagt uns immer es wären 10°C zuviel und sonst würde es eigentlich regnen) und somit konnten wir den absolut genialen Blick auf der Straße Richtung Meer genießen, vorbeischwimmende Wale zeigten sich leider keine. Aber zu meiner großen Freude gab es einen Koalawanderweg, der musste natürlich gegangen werden. Und Basti, der Späher, fand auch gleich welche. Die sehen vielleicht niedlich aus! Wie eine Fellkugel mit Ohren sitzen sie in den Astgabeln. Am Ende der Wanderung waren wir bei 16. Da die Zeit allerding immer drängte, ging es zügig weiter. Gegen Abend kamen wir dann bei den 12 Aposteln an, welche die bekanntesten Felsen sind. 100 Touristen wollten den Sonnenuntergang mit uns fotografieren, was die Stimmung etwas trübte. Tolle Fotos sind trotzdem geworden und Bastis Wunsch, den Sonnenuntergang dort mit zu erleben, wurde erfüllt. Wenn es dunkel ist soll man seine Parkposition für die Nacht eigentlich erreicht haben, da viele Tiere nachtaktiv sind. Wir mussten aber weiter (natürlich mit Vorsicht), aber eine Frau mit einem großen Jeep auf dem Weg hatte die Vorsicht wohl vergessen. Ein großes Känguru musste an diesem Abend sein Leben lassen und der Jeep war danach fahruntauglich. 
Am Tag 2 war das Highlight: Wale gucken. Es gibt eine Bucht wo die Riesen kalben und ihre Jungen dann aufziehen. Da das natürlich eine Touri Attraktion ist, hat man nen richtigen Ausguck. Wir also dort mit Fernglas bewaffnet und dann schauten tatsächlich auch zwei Wale raus. Ok, es waren einige hundert Meter weit weg, nur ein schwarzer Fleck zu sehen und wir konnten schwer erkennen welche Sorte Wal dort schwimmt. Basti hat eher aufgegeben als ich und schon mal das Abendessen vorbereiten. Ich dachte ja die hüpfen wenigsten für EIN Foto mal raus, wenn ich schon mal vorbei komme, aber die wollten einfach nich! Nix also mit Fototermin. 


Am nächsten Tag ging es dann Richtung Grampians Nationalpark, der etwas im Inneren des Landes liegt. Die Entfernungen sind echt rießig und somit hat man immer ne ziemlich lange Fahrt. Da wegen Überflutungsschäden die Hauptstraße im Park gesperrt war, hatten wir noch mehr Umweg und letzlich ein paar schöne Ausblicke aber irgendwie hatten wir mehr erwartet. Aber es gab trotzdem einige geniale Begegnungen, die den Tag unvergesslich machten. Kängurus, die leben dort irgendwie überall. Am Mittag hatten wir schon eine kleine Herde beim Mittagsschlaf beobachtet, aber am Nachmittag waren dann hunderte aktiv und grasten auf den Wiesen und in Vorgärten, Absolut - wer kann schon ein Känguru Panoramabild machen?? Eines war sogar zum Fotoshoot gekommen, hat sich für mich auf die Straße platziert und dem Kleinen gesagt es soll mal rausgucken....Wahnsinn! 


Nach unzählig vielen Kilometer waren wir dann in Adelaide angekommen und hatten den Camper an den Strom angeschlossen. Eigentlich waren wir nach 2600 km etwas kaputt, aber Adelaide hatte in der Planung nur 1,5 Tage bekommen und wenn man vorraussichtlich nie wieder kommt, dann muss man sich nen Ruck geben. Tag 1: Regen! Wir waren doch recht schnell wieder zum Camper zurück. Tag 2 laufen, laufen, Bus fahren und zwischendrin das Stadtzentrum und ein Museeum anschauen, was wirklich interessant war (viel anschauen + wenig lesen = super Museum). 
Dann war die Zeit auch schon wieder um und es ging ans Campervan tauschen. Durch unglaublich viel Segen standen wir letztendlich einem tollen Luxuscamper entgegen der uns nur $5 pro Tag kostete, ein rießiges Bett besaß, Küchenzeile, Toilette & Dusche, Tempomat und es extra noch $200 Spritgeld dazu gab. Basti war ganz aufgedreht und nun konnte es Richtung Outback losgehen.


Ich weiß nicht was ihr euch unter Outback vorgstellt, ich dachte es ist sowas wie Wüste. Aber ganz so kann man es nicht sagen, eher ein rießiges Gebiet mit Teilen wo Bäume wachsen und der Großteil nur mit Büschen und Sträuchern. Natürlich begenete uns dort die bekannte rote Erde, die langen Road Trains, ein paar wilde Emus, ziemlich viele Wohnwagen und aller paar hunderte Kilometer mal ein Dörfchen, in dem es im Sommer bis zu 50 Grad heiß wird. Ich fand es so unglaublich....hunderte Kilometer keine Menschenseele, das bedeutet Outback. Nach 1500km, 3 Übernachtungen und einigen Stopps in den Dörfern (um die Opalmine und Kirche unter der Erde anzuschauen) waren wir dann am Ziel angelangt......ALICE SPRINGS. Es ist Winter und Haupsaison hier, da es "nur" um die 15-20 Grad am Tag werden. Eine Nacht blieben wir dort um am nächsten Tag dann eine 3 Tages-Tour zum Ayers Rock und Kings Canyon zu starten. 


Das dann demnächst.....schaut euch lieber noch paar Bilder an!



From Melbourne to Alice Springs (3)